Podcasts zu „Star Wars: The Force Awakens“

Update: Ich habe den Beitrag am 25.12.2015 aktualisiert. Seit der ersten Veröffentlichung des Blogposts haben der „Incomparable“ und „Rebel Force Radio“ weitere Podcast-Folgen zu „The Force Awakens“ veröffentlicht; außerdem habe ich das Video von der Diskussionsrunder der Jedi-Bibliothek neu mit eingebunden.

Wer liebt es nicht, nach einem Kinobesuch ausgiebig über das Gesehene zu diskutieren und Fan-Theorien zu spinnen? Auf der ganzen Welt tun alte wie neue „Star Wars“-Fans derzeit genau das – und weil ich das nicht nur selbst gerne tue, sondern auch gerne anderen dabei zuhöre, habe ich hier mal die Links zu einigen aktuellen Podcast-Folgen zusammen getragen, die sich mit der neuen „Star Wars“-Episode beschäftigen. Ich habe noch nicht alle davon selbst angehört und die Liste ist selbstverständlich auch nur ein kleiner Ausschnitt aus den unzähligen Film-/Star Wars-/Popkultur-Podcasts im Internet, die sich derzeit mit dem Thema beschäftigen (evtl. werde ich den Blogpost aktualisieren, wenn ich auf weitere interessante Podcasts stoße).

Der Incomparable-Podcast hat in vier verschiedenen Episoden über den Film diskutiert (Nr. 277-280 – davor gab es bereits mehrere Folgen, die die Trailer zum Film und die allgemeine Erwartungshaltung thematisierten).

ForceCast (Podcast von theforce.net) #376.

Echo Base (Spin-Off des ForceCast) #42.

Jedi Journals (weiterer ForceCast-Spin-Off, der sich mit „Star Wars“-Literatur beschäftigt und in der Folge „The Force Awakens Microcast“ die Verbindungen zwischen den neuen Romanen und Jugendbüchern zum Film thematisiert).

Full of Sith, Episode CXLVI.

Rebel Force Radio – hier gibt es bislang drei „Review Shows“ zum Film.

Empire Podcast (mit einem Interview mit Drehbuchautor Lawrence Kasdan).

Star Wars Underworld Podcast – hier sind bislang zwei Episoden nach dem Filmstart erschienen, ein „Reaction Special“ und ein Crossover mit den Intergalactic Peace Coalition Podcasts, in dem der Film ausführlich besprochen wird.

Star Wars Report – hier beschäftigt sich, wenn ich das richtig überblicke, Folge 200 mit dem Film (und ist sowohl als Audio-Pocast als auch als Video verfügbar).

The Awards Show Show – hier wird ein bisschen über die Oscar-Chancen des Films spekuliert.

Dann habe ich hier noch das Video der Round Table-Discussion der Redaktion von The Verge:

Im deutschen Sprachraum haben unter anderem die Consulting Nerd Girls in einem Google Hangout über den Film diskutiert:

Auch die Jedi-Bibliothek hat auf YouTube eine Diskussion zum Film hochgeladen:

Und als Zuckerl zum Abschluss das Video einer Diskussion mit J.J. Abrams und Lawrence Kasdan, das die Director’s Guild of America veröffentlich hat (das Gespräch wurde glaube ich nach dem Filmstart geführt, ich bin mir aber nicht sicher, da ich das Video noch nicht angeschaut habe):

 

„Star Wars Oxygen“ – Ein Podcast nur über John Williams‘ großartige Musik

In letzter Zeit höre ich immer mehr Podcasts, vor allem über „Star Wars“ und „Babylon 5“. Vor kurzem habe ich einen Podcast entdeckt, der sich allein der großartigen Filmmusik widmet, die John Williams für die „Star Wars“-Filme geschrieben hat. Bei „Star Wars Oxygen“ handelt es sich um ein Spin-off des „Rebel Force Radio“-Podcasts. Etwa alle vier Wochen erscheint eine neue Folge, in der David Collins und Jimmy Mac die Musik von John Williams analysieren.

Dabei machen sie auf viele Dinge aufmerksam, die man bisher nicht wusste oder nur unterbewusst wahrgenommen hat – zum Beispiel, dass in der berühmten „Binary Sunset“-Szene in „Star Wars“ (Episode IV) gar nicht Lukes Thema gespielt wird, sondern Ben Kenobis. Und nach Kenobis Tod ist nicht sein, sondern Leias Thema zu hören, was mir bislang tatsächlich nie bewusst aufgefallen ist. Auch die Gründe für diese Entscheidungen von George Lucas und John Williams werden im Podcast erläutert. Bislang sind neun Folgen von „Star Wars Oxygen“ erschienen, die gerade mal die Musik von zwei Filmen (Episode IV & V) abgedecken. Aber auch alle übrigen „Star Wars“-Filme sollen in künftigen Podcast-Folgen besprochen werden (und zusätzlich sogar der Soundtrack zu „Shadows of the Empire“).

Die beiden Hosts des Podcasts sprechen sämtliche Themen bzw. Leitmotive durch, die Williams komponiert hat. Dabei kommt so manche interessante Erkenntnis zustande; ich habe bislang zum Beispiel nicht bewusst wahrgenommen, dass C-3PO und R2-D2 in Episode V ein eigenes Thema haben und sogar Boba Fett ein kurzes musikalisches Motiv. Auch macht der Podcast immer wieder auf Filmszenen aufmerksam, die keine Musik enthalten, für die aber Musik geschrieben und sogar aufgenommen wurde. Die Soundtrack-CDs, die 1997 zu den Special Editions der Filme veröffentlicht wurden, enthalten überraschend viel solcher Musikstücke, die letztendlich doch nicht in den Filmen verwendet wurden. Bei der Besprechung von „Das Imperium schlägt zurück“ nimmt sich David Collins einige dieser Szenen vor und mischt die Musik wieder hinein, um zu verdeutlichen, wie sie sich angehört hätten, wenn die Filmemacher sich nicht gegen den Einsatz von Musik entschieden hätten.

In einer der ersten Episoden des Podcasts kommen Collins und sein Co-Host zudem auf die musikalischen Vorbilder zu sprechen, an denen John Williams sich auf Lucas‘ Wunsch hin orientierte. Dabei vergleichen sie ausgewählte Musikstücke aus dem Film mit den entsprechenden Vorlagen von Stravinski, Dvořák, Holst und anderen Komponisten – und das Ergebnis ist verblüffend. Auch das Darth Vader-Thema aus Episode IV – als der berühmte imperiale Marsch noch nicht existierte – nehmen sie unter die Lupe.

Da ich mich sehr für Musik interessiere, aber nicht über genug Fachwissen oder ein gut genug geschultes Gehör verfüge, um die „Star Wars“-Soundtracks selbst so ausführlich zu durchleuchten, finde ich den Podcast sehr interessant und kann nun, nachdem ich alle bereits veröffentlichten Folgen angehört habe, die Veröffentlichung weiterer Episoden kaum erwarten.